Ohne Trucker wären wir aufgeschmissen Foto: Tomás Del Coro Lizenz: CC BY-SA 2.0

Im Fernsehen habe ich eine Sendung gesehen, in der Sozialwissenschaftler darauf hinwiesen, dass die Coronakrise auch Vorteile habe: Die Menschen würden zur Ruhe kommen, die Hektik aus ihrem Leben verschwinden. Muße würde endlich einkehren. Ja, das Leben von vielen von uns ist ruhiger geworden. Aber das Leben sehr viele anderer Menschen dafür wesentlich anstrengender – und es sind wieder diese Menschen, die von den Schlaumeiern vergessen werden: Ärzte, Pflegekräfte, Verkäufer, LKW-Fahrer, Lageristen, Polizisten, Feuerwehrleute und viele andere arbeiten zur Zeit rund um die Uhr, damit wir durch die Krise kommen. Und auch viele andere müssen jeden Tag zu Arbeit fahren, leisten Fabriken, an den Führerständen von Lokomotiven oder in den Warten der Elektrizitätswerke ungeheures dafür, dass alles nicht noch schlimmer wird. Muße können sie sich nicht leisten. Wer jetzt im Homeoffice arbeitet, muss all diesen Menschen dankbar sein.
Wir sollten uns alle jetzt schon überlegen, wie wir, wenn alles irgendwann vorbei ist, unsere Dankbarkeit diesen Menschen gegenüber zeigen. Das wird Geld kosten, aber das kann nicht alles sein: Diese Menschen, deren Arbeit für viele oft nicht sichtbar ist und als Selbstverständlichkeit wahrgenommen wird, brauchen auch Sichtbarkeit und viel mehr Anerkennung.