Der Kölner Dom ist nur noch für Betende geöffnet. Öffentliche Gottesdienste wurden untersagt, auch touristische Besuche sind nicht mehr erlaubt Foto: © Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commo

Wir haben uns eingebildet, unser Leben planen zu können. Und meistens klappte das ja ganz gut: Schule, Uni, Job – vieles, was wir uns vornahmen gelang. Aber die Ungewissheit begleitete uns immer, auch wenn wir sie oft erfolgreich verdrängt haben: Arbeitsplätze gingen verloren, Beziehungen scheiterten, Krankheiten warfen uns aus der Bahn. Und nun stehen wir da und müssen auf fast allen Feldern unseres Lebens mit der Ungewissheit leben: Menschen die wir lieben können ebenso wie wir selbst erkranken, wie die wirtschaftliche Zukunft aussehen wird, kann niemand sagen und wann die erlösende Nachricht kommt, dass der Höhepunkt der Corona-Krise erreicht ist und es endlich besser wird, ist vollkommen unabsehbar.

Wir wären auf uns selbst zurückgeworfen, wenn es da nicht die Familie, die Freunde und für viele von uns den Glauben gäbe. In der Not erkennen wir, was wichtig ist, dass wir stärker werden wenn wir für andere da sind und dass die Ungewissheit eine Prüfung ist. Ob wir sie bestehen werden liegt nicht nur, aber auch an uns.