Für die allermeisten Unternehmen ist die Krise eine große Belastung. Profiteure des veränderten Konsumverhaltens wie z. B. Amazon oder Netflix sind eher die Ausnahmen. Jetzt wo viele Unternehmen aus dem Lockdown kommen und sich verstärkt wieder in der Öffentlichkeit zeigen, schlägt ihnen häufig eine wirtschaftskritische Stimmung entgegen. Viele vergessen, dass all die zahlreichen Unterstützungmaßnahmen des Staates, der Ankauf von Beatmungsgeräten, die Mitfinanzierung von Impfstoffentwicklungen und der kurzfristige massive Ausbau des Gesundheitssystem nur möglich waren, weil Deutschland ein Land mit einer starken und erfolgreichen Wirtschaft ist, die diese Lasten schultern konnte.

Wirtschaft muss offensiver auftreten

Dass Unternehmen zurzeit kritisch beäugt werden, ist ungerecht. Aber gerade in dieser gesellschaftlichen Stimmungslage kommt es für Betriebe darauf an, zu zeigen, dass sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Krise wichtig sind. Argumente für diese „Relevanz“ finden sich in fast jedem Unternehmen. Man sollte sie für die Kommunikation nutzen. Denn sie zeigen, wie komplex unsere Wirtschaft ist – und wie viele Unternehmen zusammen arbeiten müssen, damit unsere Gesellschaft auch unter Druck funktioniert.